Neu:
gesetzliche Grenzwerte
zu Fusarientoxinen

Mit der Verordnung zur Änderung der Mykotoxin-Höchstmengenverordnung und der Diätverordnung vom 4. Februar 2004 (BGBl. I, S. 151), die am 13.2.2004 in Kraft getreten ist, sind für Getreide und Getreideprodukte neue Grenzwertregelungen für die Fusarientoxine Deoxynivalenol (DON), Zearalenon und Fumonisine erlassen worden.

Die neue Verordnung regelt nun für den nationalen Markt neben den seit Jahren bekannten zulässigen Höchstmengen an Aflatoxinen und den maximal zulässigen OTA-Gehalten von Kaffee und Trocken-früchten (zulässige OTA-Gehalte von Getreide / Getreideprodukten sind in der EG-VO 472/2002 festgeschrieben) neuerdings auch die maximal zulässigen Höchstmengen an Fusarientoxinen in Getreide und Getreideprodukten, die wir zu Ihrer Information noch einmal in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt haben:

 

Mykotoxin

von der Regelung betroffene Rohstoffe und Lebensmittel

zulässige Höchstmengen

 in µg/kg

Deoxynivalenol

Speisegetreide, Getreideerzeugnisse, Teigwaren (außer Hartweizenerz.)

Brot, Kleingebäck und feine Backwaren

Getreide und Getreideerzeugnisse zur Herstellung von Kindernahrung

500

350

100

Zearalenon

Speisegetreide, Getreideerzeugnisse

Getreide und Getreideerzeugnisse zur Herstellung von Kindernahrung

50

20

Fumonisine,

S B1, B2

Mais und Maiserzeugnisse

Cornflakes

Mais und Maiserzeugnisse zur Herstellung von Kindernahrung

500

100

100

(Für Futtergetreide gelten andere Orientierungswerte)

Rohstoffe und Zwischenprodukte, die vor dem 13. Februar 2004 nach dem bis dahin geltenden Recht produziert worden sind, dürfen noch bis zum 1. September 2005 verarbeitet oder in den Verkehr gebracht werden, wenn sichergestellt ist, dass die „End“-Lebensmittel bis zum 1. September 2005 verkauft sind. Dies gilt jedoch nicht für die neue Ernte 2004. Hierfür sind die oben aufgeführten Grenzwerte geltendes Recht. Dagegen haben namhafte deutsche Mühlen geklagt.

Die entsprechenden Analysen führen wir gern für Sie durch. Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung:
Frau Meister (Mykotoxine) Tel.:
033200-89-136
Frau Dr. Springer (Prüflabore) Tel.:
033200-89-131