04. März 2003

Verfahren zur Gewinnung von Artemisinin zur Malariabekämpfung

Malaria zählt zu den wichtigsten und gefährlichsten parasitären Erkrankungen des Menschen. Rund um den Globus erkranken jährlich schätzungsweise 300 bis 500 Millionen Menschen an einer Malaria. 90 Prozent aller Malariafälle treten allein in Afrika auf. Die Malariaerreger werden durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen. Alle Malariaerreger verbreiten sich nach dem Stich über den Blutweg in die Leber, vermehren sich dort und befallen dann die roten Blutkörperchen. Aufgrund der hohen Resistenzen, die die Erreger in den vergangenen Jahren entwickelt haben, büßten die herkömmlichen, kostengünstigen Arzneimittel ihre Wirksamkeit insbesondere in Ostafrika weitgehend ein. Wirksame Medikamente zur Prävention und Behandlung sind teuer. требования total war: rome 2 - wrath of sparta

Obwohl die Pflanze Artemisia annua bereits in der traditionellen chinesischen Volksmedizin bei Fieber- und Malariaerkrankungen verwendet wurde, konnte der Wirkstoff Artemisinin erst im Jahr 1972 identifiziert und isoliert werden. Der hocheffektive Wirkstoff kann in Kombination mit anderen Medikamenten die Bildung von Resistenzen verlangsamen. Tatsächlich sind bis heute keine Resistenzen gegenüber Artemisinin bekannt.

Ein Projekt des Bereiches Biotechnologie der IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH zielt auf die kostengünstige und effektive Gewinnung des Wirkstoffes Artemisinin zur Therapie von Malaria.
Es basiert auf der Entwicklung von Extraktions-,  Aufarbeitungs- und Analyseverfahren zur Gewinnung und Charakterisierung des Wirkstoffes Artemisinin aus dem  aufbereitetem pflanzlichem Rohstoff Artemisia annuna.
Die Extraktion von Artemisinin aus dem pflanzlichen Rohstoff erfolgt  bisher mit organischen Lösungsmitteln. Die Nachteile dieses Verfahrens sind lange Extraktionszeiten, verringerte Ausbeuten an Artemisinin durch Wirkstoffabbau, der Verbrauch großer Mengen hochtoxischer, teurer Lösungsmittel.

Das im Forschungsvorhaben angestrebte Verfahren zur Gewinnung des Wirkstoffes  Artemisinin basiert auf der Anwendung der CO2-Hochdruckextraktion.  Die Hochdruckextraktion (HDE) mit inerten Gasen als Extraktionsmittel bietet entscheidende Vorteile:

Die Umsetzung der im Labormaßstab gewonnenen Erkenntnisse auf industriemäßig produzierende Anlagen ermöglicht eine kommerzielle, effiziente und reproduzierbare Produktion des  Wirkstoffes Artemisinin aus der Pflanze Artemisia annua.

IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH
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