Extrusion

Die Extrusion ist ein Verfahren, bei dem das zu extrudierende Material bzw. Stoffgemisch in einem temperierten Zylinder mittels einer Schnecke gefördert und durch eine Matrize gepresst wird.
Übliche Bauformen sind Einschnecken- und Doppelschneckenextruder (gleich- oder gegenläufig). Als Verfahrenslänge wird die Zylinderlänge als Vielfaches des Zylinderdurchmessers angegeben.

Ebenfalls von Bedeutung für den Prozess ist die Konfiguration der eingesetzten Schneckengeometrie, neben vorwärts fördernden Elementen können diverse weitere Funktionen erfüllt werden (Mischelemente, Knetblöcke, rückfördernde Elemente, komprimierende Schnecken). Die Kombination dieser Elemente hat einen wesentlichen Einfluss auf den Druckaufbau, die Druckverteilung und den mechanischen Energieeintrag, welcher die Hauptkomponente des Gesamtenergieeintrages ausmacht. Das in den Zylinder geführte Gut erfährt eine Erwärmung durch den beheizten Zylinder, der wesentliche Energieeintrag jedoch erfolgt durch Reibungs- und Scherkräfte, welche über die Schneckenelemente und den Druckaufbau eingebracht werden. Die Temperierung des Zylinders dient somit weniger dem direkten Energieeintrag, als mehr der Darstellung regelbarer, konstanter Prozessbedingungen.

Die Extrusion eignet sich sowohl zur Verarbeitung ganzer Körner, als auch vermahlener Materialien. Getreide und Getreideprodukte können bei definierter Feuchte unter Einbringung thermischer und mechanischer Energie aufgeschlossen werden. Der aufgebaute Druck stellt hierbei eine wichtige Kenngröße dar. Durch die kontinuierliche Förderung des Materials gegen die Düse wird das Material aufgestaut und der Energieeintrag durch die Schneckenelemente erhöht. Beim Austritt aus der Düse kann es je nach Verfahrensbedingungen durch den Druckabfall zu einer Expansion der austretenden Masse kommen. Ein typisches extrudiertes Produkt sind aus Maisgrieß hergestellte Erdnussflips.