Entwicklung geeigneter Produktionsverfahren zur Aufarbeitung wasserunlöslicher Roggeninhaltsstoffe mit dem Ziel der Gewinnung eines neuartigen und qualitativ hochwertigen Rohstoffes, der ein breitgefächertes Einsatzspektrum für das verarbeitende Gewerbe bietet


Development of processes for the preparation of water-insoluble rye-substances with the goal to provide new and high-quality basic-products offering a wide range of applications for the food and non-food industry

SCHLAGWÖRTER
Roggen, Roggenverarbeitung, Roggenprodukte, Roggenstärkeprodukte, Quellprodukte, Fermentation, Extrusion, Zuschlagstoffe, Roggensnacks,

KURZFASSUNG
Das Ziel des Projektes beinhaltet den Aufbau eines umfassenden Technologieprogrammes, auf dessen Basis die Verarbeitung des Rohstoffes Roggen, ausgehend von seinen unlöslichen Bestandteilen, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten einer Produktion im Großmaßstab gerecht wird. Eine entsprechende Verarbeitung ist im Land Brandenburg geplant.

Gegenstand der Arbeit ist es, vornehmlich die wasserunlöslichen Bestandteile des Roggens zu verwerten. Dies hat vor allem dadurch Bedeutung, da diese Fraktionen bei der Gewinnung der löslichen Roggenprodukte bereits einen hohen Werteintrag (Aufkonzentrierung, Selektion) erfahren haben und somit für eine weitere Wertschöpfung ein hohes Potential aufweisen. Die wasserunlöslichen Roggenfraktionen bieten außerdem auf Grund ihrer chemisch-biologischen Natur ein breites Feld von Verwendungsmöglichkeiten, welche für neue Wege der vollständigen und vor allem ökonomisch relevanten industriellen Verwertung des Roggens von Bedeutung sind. Entsprechende Einsatzgebiete ergeben sich für die Herstellung von Snacks, von Quellprodukten, der Produktion von Ingredienzien mit produktstabilisierenden und geschmacksbildenden Eigenschaften (roggentypischen), die Nutzung des roggeneigenen biochemischen Potentiales als Rohstoff für Fermentationsprodukte und für die Verwendung als Zuschlagstoff in der "non food"-Industrie (Extrusionsschiene).

Der Verwendungsbereich des Roggens wird auf eine wesentlich breitere und fundierte Basis gestellt. Diese ergibt so für die einheimische Industrie einen interessanten Rohstoff, mit dem freie Produktionskapazitäten aufgefangen bzw. neue Verarbeitungsbetriebe gegründet werden können.

LAUFZEIT
02/98-07/99

FÖRDERUNG durch
Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Brandenburg

BEARBEITER / ANSPRECHPARTNER
Dipl.-Lebm.-Chem. H.-U. Jaenecke
Dipl.-Ing. B. Priebe
Dipl.-Ing. Karin Goldmann

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