Untersuchung (Nachweis) der gesundheitsstabilisierenden Wirksamkeit von Spirulina in Fischfutter zur Aufzucht von Jungkarpfen- Ermittlung einer Dosis-Wirkungsbeziehung
Teilprojekt im Rahmen der Forschungskooperation: Gesundheitsstabilisierende Faktoren aus Mikroalgen


Investigation of the health-stabilizing effect of Spirulina in fish feed for rearing young carps. Relation between dosage and effect
Part of the Research cooperation: Health-stabilizing factors from microalgae

SCHLAGWÖRTER
Fischfutter, Jungkarpfen, Spirulina, Gesundheitsstabilisierung, Dosis-Wirkungsbeziehung

KURZFASSUNG
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines gesundheitsstabilisierenden Futtermittelzusatzes unter Verwendung von Mikroalgen, speziell unter Einsatz der Blaugrünalge Spirulina platensis auf der Grundlage gesicherter Erkenntnisse einer Dosis-Wirkungsbeziehung.

Durch den Einsatz von Spirulina-Biomasse in Fischfutter konnten gesundheitsstabilisierende bzw. -stimulierende Effekte nachgewiesen werden und eine optimale Einsatzmenge an Spirulina-Biomasse zur Aufzucht von Jungkarpfen von 0,5-1,0 % ermittelt werden.

Durch die Herstellung und Testung von Spirulina-Extrakten sollen die Wirkstoffgruppen (lipophile und/oder hydrophile Komponenten) eingegrenzt werden. Damit soll ein wissenschaftlicher Beitrag zur Aufklärung der Wirkprinzipien von Mikroalgen allgemein und von Spirulina im besonderen für den Einsatz in der Tierernährung, speziell in der Fischzucht und -produktion erarbeitet werden. Durch den Nachweis der Gesundheitsstabilisierung bei Einsatz von Spirulina-Produkten, insbesondere unter Streßbedingungen, sollen Voraussetzungen für die Erhöhung der Rentabilität der Fischproduktion und für die Minimierung des Einsatzes sogenannter Medizinalfutter (Antibiotika) geschaffen werden.

Die Bearbeitung der Thematik erfolgt im Rahmen einer Forschungskooperation unter Beteiligung zweier Industriepartner aus der Futtermittelbranche (Alma-Futter, Friedrich Botzenhardt GmbH+Co., Kempten) und der Aquakulturtechnik (Ingenieurbüro für Aquakultur- und Umwelttechnik, Potsdam) sowie dem Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam Sacrow (als Nachauftragnehmer der IGV GmbH). Die Untersuchungsbefunde bestätigen insgesamt eine positive Wirkung von Spirulina-Biomassen auf das Wachstum, die Futterverwertung sowie die Kondition und Belastungsfähigkeit der Jungkarpfen. Darüberhinaus konnten positive Effekte auf die unspezifische zelluläre und die spezifische humorale Immunantwort nachgewiesen werden.

LAUFZEIT
03/1997 bis 03/1999

FÖRDERUNG durch
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

BEARBEITER/ANSPRECHPARTNER
Dipl. Biochem. Karin Loest
Chemisch-techn. Ass. Gisela Träger

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