Entwicklung von Kombinationswerkstoffen auf Basis einer biopolymeren thermoplastisch verarbeitbaren Stoffmatrix


Development of compounds based on a biopolymer thermoplastically processable material

SCHLAGWORTE
Nachwachsender Rohstoff, Kunststoff, Bioplastic, Biodegradation, Spritzgießen

KURZFASSUNG
In der IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH werden seit 1990 verschiedene Arbeitsfelder der Nutzung biopolymerer stärkereicher Erntegüter als technische Rohstoffe bearbeitet. Ein Teilgebiet ist die Entwicklung eines thermoplastisch verformbaren biodegradabelen Werkstoffes auf Basis von Roggenmehl (Getrex®). In der jetzigen Entwicklungsphase ist dieser Stoff mittels konventioneller Spritzgießtechnik verarbeitbar.

Die Grenzen der Verarbeitbarkeit werden im wesentlichen durch eine hohe Viskosität der Schmelze im Spritzgießaggregat und der damit eingeschränkten Fließfähigkeit beim Einspritzen in das Formwerkzeug gekennzeichnet. Dadurch stellen dünnwandige Produkte, große Teile, Produkte mit komplizierten Formen ein Problem bei der Verarbeitung dar.

Ziel des Entwicklungsvorhabens ist es, durch Compoundierung von Polymeren verschiedener Art mit der biopolymeren Stoffmatrix neuartige Kombinationswerkstoffe herzustellen. Diese Materialien sollen im wesentlichen biodegradable bleiben, über eine verbesserte Fließfähigkeit sowie über teilweise hydrophobe Eigenschaften verfügen.

Für die Verbesserung der Eigenschaften bieten sich sowohl chemische als auch physikalische Wege an. Da chemische Modifikationen wie z. B. Acelierung, Pfropfung u. a. Kondensations-reaktionen durch die für die Umsetzung erforderlichen Verbindungen und z.T. notwendigen Katalysatoren relativ hohe Kosten verursachen und an aufwendige Technologien gebunden sind, wurde der im Projekt zu verfolgende Weg in der physikalischen Modifikation gesehen.

Diese besteht in einer Compoundierung bzw. im Mischen der biopolymeren Rohstoffe mit anderen Stoffen. Diese Modifizierung erfolgt durch Mischen mit weiteren biopolymeren oder mit synthetischen Polymeren. Das Projekt beinhaltet neben der Konzeption und Auswahl der unterschiedlichen Additive

 LAUFZEIT
06/1998 bis 12/1999

FÖRDERUNG durch
Bundesministerium Wirtschaft

BEARBEITER/ANSPRECHPARTNER
Dipl.-Ing. Uwe Lehrack

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