Entwicklung einer Schnellmethode zur kostengünstigen Bewertung der Fleischqualität (Schwein) mittels NIR-Technik und deren Erprobung in der Schweinezucht


Development of a quick and low cost method for valuation of porkmeat quality with NIR-technique and their application in pork breeding

SCHLAGWÖRTER
NIR-Technik, Schnellmethode, Schweinefleisch, Kalibrierunug

KURZFASSUNG
Das Ziel des Projektes war die Anwendung der Nahinfrarottechnik als Schnellmethode zur Qualitätsbestimmung von Fleisch. Dabei wurden der Trockensubstanzgehalt, der Proteingehalt, der intermuskuläre Fettgehalt und der bindegewebsfreie Fleischeiweißgehalt (BEFFE-Wert) zur Charakterisierung der Fleischqualität herangezogen. Die Methode soll in der Fleischwirtschaft zur Schnellbestimmung der Fleischqualität an einzelnen Fleischscheiben Anwendung finden. Es wurden Untersuchungen an frischem und gefrorenem Fleisch durchgeführt.

Die Untersuchungsergebnisse zeigten, daß für die Messung an frischen und gefrorenen Fleischproben separate Kalibrierungen aufgestellt werden müssen, um mit der NIR-Messung zu guten Ergebnissen im Vergleich zu den konventionellen Methoden nach § 35 LMBG zu gelangen. Die Begrenzung des Probenspektrums auf < 5 % beim Fettgehalt führte zu einer deutlichen Verminderung der Meßfehler und damit zu einer Verbesserung der Korrelation zwischen den beiden Untersuchungsvarianten. Bei den durchgeführten Messungen wurden mit der Kalibrierung von Frischfleisch die besten Ergebnisse erzielt.

Da die Proben vorwiegend von fettarmen Schweinen stammten, waren für eine Kalibrierung des Fettbereiches > 5% nicht genügend Proben vorhanden. Mit den gewonnenen Erfahrungen ist es jedoch jederzeit möglich, die Kalibrierung zu erweitern. Entscheidend ist allein eine genügend große Probenanzahl in diesem Meßbereich.

Als Fehlereinflußgrößen wurden die Probenvorbereitung, die Bauart der Probenzellen und die Probenlagerung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Kalibrationsfehler bei der NIR-Messung untersucht. Diese Einflußgrößen führten zu keinen signifikanten Unterschieden in den Meßergebnissen. Es entstanden keine meßbaren Fehler.

Für die NIR-Messung von Fleisch mit dem NIRS 5000 der IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH wurden eine Prüfanweisung und eine Kalibriervorschrift erstellt.

LAUFZEIT
01/97 bis 12/97

FÖRDERUNG
Bundesministerium für Wirtschaft

BEARBEITER
Dipl. Ing. Dorothea Klotz, Dipl. Ing. Jürgen Gutjahr

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