Kryptogame Isolate Cosmeceuticals

[18.04.10]    Weltweit besteht ein ständiger Bedarf an neuen pflanzlichen bioaktiven Verbindungen mit positiver Wirkung auf die biochemischen Prozesse, die zu trockener, kranker oder Altershaut führen. Die Nachfrage nach diesen Naturstoffextrakten im Kosmetiksektor ist steigend. Dabei liegt der Schwerpunkt zunehmend auf der Gewinnung von Wirkstoffen für funktionelle Kosmetik mit angestrebten medizinischen bzw. bioaktiven Wirkungen (Cosmeceuticals). Im Focus der Forschung stehen Wirkstoffe, die die Haut vor Umweltschäden (z.B. durch UV-Strahlen) oder Krankheitserregern (z.B. Viren) schützen, den Zellstoffwechsel aktivieren und Entzündungsprozessen und der Hautalterung entgegenwirken und die Haut regenerieren.
In einem vom Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg und der EU geförderten Vorhaben untersuchte die IGV GmbH wie für diese kosmetischen Applikationen biologisch aktive Extrakte aus natürlichen, kryptogamen Quellen, d.h. niederen Pflanzen wie ausgewählten Mikroalgen und Moosen zu gewinnen sind. Die Aufgabenstellung umfasste als ersten Schwerpunkt die effiziente Gewinnung des Wirkstoffes Spirulan aus der Mikroalge Spirulina platensis. Das im Rahmen der Projektbearbeitung isolierte sulfatierte Polysaccharid Spirulan weist folgendes Wirkprofil auf:

• antivirale Wirkung (Inhibierung des Wachstums von Viren, z.B. Herpes)

• antioxidative Wirkung (Schutz vor äußerlich einwirkenden Umweltnoxen wie z.B. der UV Strahlung und dem damit verbundenen oxidativen Stress, Antiaging)

• immunstabilisierende Wirkung (Hemmung der UV induzierten Immunsupression der Haut)

• antikanzerogene Wirkung (Reduktion der Gefahr der Tumorentstehung bei UV-Stress)

Dieses Wirkspektrum bietet Potenziale für eine Applikation in Anti-Aging Produkten, in Sonnenschutzpräparaten, aber auch in Baby- und Kinderpflegeserien.
Der zweite Schwerpunkt war auf die Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Kultivierung von Moosen und von Extraktionsverfahren zur Gewinnung der Moos-Wirkstoffextrakte gerichtet. Für den Einsatz in Cosmeceuticals könnten demnach folgende Wirkungen von Moosextrakten sinnvoll ausgenutzt werden:

• antioxidativ (Antiaging/Hautalterung, Radikalfänger)

• entzündungshemmend (Supression von Entzün-dungsreaktionen)

• mikrobizid (Inhibierung des Wachstums pathogener und parasitärer Mikroorganismen)

• restrukturierend (Aktivierung der Stoffwechsel-aktivität von Hautzellen, Aktivierung der Kollagensynthese

Beide neuen Wirkstoffe sind von Interesse im pharmazeutischen oder kosmetisch-dermatologischen Bereich

Ansprechpartnerin:  Dipl.-Chem. Petra Sandau

Projekt gefördert durch MinWE Brandenburg und EU 

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